Haller Tagblatt am 01.12.2012

- Halls Philipp Wolf treibt in Wangen das Spiel nach vorne an. Dahinter ist sein Mannschaftskamerad Basri Tiryaki zu sehen. Foto: Eibner
"Ich bin auf jeden Fall fußballsüchtig"
Fußballer über die Aufstiegschance Halls
Vier Jahre hat Philipp Wolf für Hollenbach gespielt und dabei Oberliga-Luft geschnuppert. Im Interview erklärt er, ob Hall den Aufstieg schaffen kann und warum er mit einer Trainer-Laufbahn liebäugelt.
Beruf, Fußball, Familie: Sie sind viel beschäftigt. Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Seitdem unser Matthis vor sechs Wochen auf der Welt ist, stehe ich für die beiden größeren Kinder auf. Wenn meine Frau Annette übernimmt, gehe ich in die Arbeit und bin den ganzen Tag in Hall. An drei Tagen in der Woche geht es dann direkt ins Training und ich bin erst um halb zehn daheim. (lächelt) Da ist meine Frau dann auch erledigt. Wenn etwas an unserem Haus in Gerabronn, das wir gerade bauen, gemacht wird, schaue ich dort auch noch vorbei.
Woher nehmen Sie die Motivation für das Training?
Das ist ein guter Ausgleich zum Job, denn ich sitze ja meistens im Büro. Außerdem kenn ich das nicht anders. Seit der C-Jugend trainiere ich drei Mal pro Woche. Wenn ich nichts machen würde, würde mir etwas fehlen. Am liebsten habe ich im Training das Abschlussspiel, ich will einfach kicken.
Wie muss man sich das Training vorstellen?
Es ist sehr professionell aufgebaut. Thorsten Schift legt viel Wert auf taktische Dinge. Von der Grundordnung her muss es passen. Alle, die ein bisschen mitdenken, wissen, dass die Mannschaft davon profitiert. Man merkt, wenn wir schlecht gespielt haben, kann der Umgangston schon mal lauter sein. Jeder muss sich das anhören und versuchen, es besser zu machen. Zum Spiel gehören auch Emotionen dazu. Die sind nach dem Spiel vergessen.
Wie zufrieden sind Sie mit dieser Saison?
Nach meiner Kopfverletzung durfte ich anfangs nicht spielen. Im ersten Spiel war Frickenhausen geil auf den Sieg, das war der Unterschied. Der FCF ist taktisch gut aufgestellt. (kurze Pause) Auf der Heimfahrt nach solch einem Spiel ist immer miese Stimmung. Unser Trainer ist dann nicht so gesprächig. Jeder verarbeitet eine Niederlage anders. Es ist aber nicht so, dass wir im Bus dann ein Fass aufmachen. Ich versuche, das als Ansatzpunkt für das nächste Spiel zu sehen. Man muss über Fehler reden, aber dann muss es auch gut sein.
Sie wirken auf dem Platz wie ein Leitwolf.
Ich versuche, mich einzubringen und mein Bestes zu geben: Die Mitspieler mitzureißen und ein Stück weit zu führen. Ich bin nicht der Riesentorjäger, der die anderen schwindlig spielt wie unser Mert Sipahi. Mein Stärke liegt im Kämpferischen und dass es von der Ordnung her passt. Die Mannschaft, die auf dem Platz verbal aktiver ist, die gewinnt zu 70 Prozent die Spiele.
Wie ist Ihre Rolle genau?
Stefan Beez und ich waren zusammen auf der Schule und haben den Betriebswirt gemacht. Jeder haut sich im Mittelfeld für den anderen rein; da ist nicht einer von uns offensiver oder defensiver. Das kommt eher auf die Spielsituation an. Wir haben keinen klassischen Zehner, wir hätten dazu auch nicht den geeigneten Typ.
Warum läuft es in dieser Saison?
Wir kriegen vieles sehr gut hin. Mit Sven Blumenstock ist ein sehr guter Spieler dazu bekommen. Die Mannschaft ist ein Stück gereift, die Viererkette und die zwei Sechser sind eingespielt. Das üben wir oft im Training vier gegen sechs. Es ist die Handschrift des Trainers.
Sie haben Erfahrung in der Oberliga. Wie viel stärker sind die Teams eine Liga höher?
Ich habe dort 80 Einsätze. Ich denke, dass die Kader in der Oberliga noch breiter besetzt sind und es gibt noch bessere Einzelspieler. So groß ist der Unterschied aber auch wieder nicht. Bissingen und Freiberg, die in der vergangenen Saison noch in der Verbandsliga gegen uns gespielt haben, stehen in der Oberliga gut da. Gegen Bissingen haben wir in der Vorsaison zwei Unentschieden geholt.
Was würde bei einem Aufstieg nötig werden?
Wenn das so wäre, müsste man sich auf jeden Fall in der Breite verstärken. Am Anfang würden wir Lehrgeld zahlen. In der Oberliga wird jeder Fehler noch konsequenter bestraft.
Wollen Sie noch mal dorthin?
Bei mir ist es so, dass es familiär und beruflich schwierig wird. Ob da meine Familie dahinterstehen würde, müsste ich sehen. Drei oder vier Mal in der Woche Training, dazu noch die weit entfernten Auswärtsspiel. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für die Familie. Wenn die Kinder in der Tür stehen, sie heulen und ,Papa, Papa rufen . . . Da überlegt man schon. Irgendwann kommt der Tag, da werde ich etwas ändern: entweder unterklassig spielen oder Trainer machen.
Sie wollen Trainer werden?
Ich habe noch keine Erfahrung, aber das kann ich mir nebenberuflich schon vorstellen. Ich bin auf jeden Fall fußballsüchtig. Es ist schon ein Unterschied, ob man zwei Mal Training macht und dann nur zu einem Verein in der Nähe fährt.
Was ist diese Saison noch drin?
Wir haben öfters mit Glück gewonnen. Ich glaube nicht, dass wir dieses immer gepachtet haben. Zum Aufstieg müssten wir noch konstanter werden und alles müsste optimal laufen. Wenn das Unmögliche eintritt, wird sich aber keiner beschweren.
Die Fragen stellte Guido Seyerle.
Haller Tagblatt vom 26.11.2012
90 Minuten mit . . .
Kevin Lehanka
"Junge, Du bist wieder der Alte!", freut sich Matthias Haag nach dem Spielschluss und nimmt seinen Mannschaftkameraden Lehanka in den Arm. Man spürt, dass der gebürtige Crailsheimer wieder seinen Platz im Haller Team gefunden hat und dass Lehanka sein halbes Jahr in Heidenheim, das von wenig Erfolg gekrönt war, nicht mehr hemmt. Seit dem Januar ist der Stürmer zurück bei den Sportfreunden und hat Schritt für Schritt zu der Form gefunden, die ihm im Juni des Vorjahres den Wechsel zum Drittligisten Heidenheim ermöglichte. Der 22 Jahrige läuft viel. Er hat einen Torriecher - aber spielt genauso auch mannschaftsdienlich. Am Samstag hat der 1,82 Meter große Stürmer in der 5. Minute seine erste Chance, doch er köpft einen Meter am Tor vorbei. In der 41. Minute erzielt er fast das 1:0, aber der Schiedsrichter entscheidet auf Abseits. Wie man einen Elfmeter herausholt, demonstriert Lehanka in der 56. Minute: Von zwei Großaspacher bedrängt, zieht er in den Sechzehner - und wird gefoult. Zur Krönung seiner guten Leistung erzielt er in der 76. Minute nach einem Solo das 3:0. Dies ist sein fünfter Saisontreffer. Nach der Partie ist er zufrieden: "Ich habe getroffen, und wir haben vorne im Angriff viel zugelaufen." Dann umarmt ihn sein nächster Mitspieler.
Haller Tagblatt vom 21.11.2012

- Die Sportfreunde gewinnen am 13. Oktober 4:0 gegen Albstadt. Darüber freuen sich Stefan Beez, Philipp Wolf und Kevin Lehanka (von links). Foto: Seyerle
Viele Siege trotz weniger Tore
Schwäbisch Hall Es läuft gut für die Sportfreunde. Ein Spiel vor Ende der Vorrunde liegen sie auf Platz vier, nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Heidenheim II. Viele Fans fragen sich: Ist noch mehr drin? Eventuell der Aufstieg in die Oberliga? Die Analyse zeigt, dass es möglich ist - vorausgesetzt, zur konstanten Leistung kommt das nötige Glück dazu. Die ersten Fünf der Tabelle liegen nur drei Punkte auseinander. Ein knappes Rennen um den Titel deutet sich an.
Karel Nowak ist in toller Form. Sein größtes Problem, das Abfangen von hohen Flankenbällen, hat er gut in den Griff bekommen. Ersatztorhüter Thomas Habel verlässt Hall in der Winterpause aus beruflichen Gründen. Für ihn kehrt Tobias Lehmann (27), der bereits in der Landesliga das Sportfreunde-Gehäuse gehütet hat, aus Stuttgart zurück.
Nur 13 Gegentore in 14 Partien - das ist der Spitzenwert in der Verbandsliga. Es macht sich bezahlt, dass Trainer Thorsten Schift in diesem Mannschaftsteil die Qual der Wahl hat. Selbst die wochenlange Verletzungpause von Innenverteidiger Matthias Haag kann kompensiert werden. Jonas Halder (Ex VfB Stuttgart A-Jugend) war öfters angeschlagen, drängt aber mit Macht in die Startelf. Der groß gewachsene Innenverteidiger Sven Blumenstock zeigt seit Wochen tolle Leistungen. Neben ihm - und auch bei den Außenverteidigern - kamen verletzungsbedingt viele Spieler zum Einsatz, die sich aber nahtlos ins Team einfügten.
Was wären die Sportfreunde ohne Philipp Wolf? Er ist der Kämpfer und Abräumer vor der Abwehr, kein Zweikampf ist ihm zu viel. Erstaunlich, wie schnell er nach seiner schweren Kopfverletzung zurückgekommen ist. Auf den Außenpostionen haben sich Mert Sipahi und Basri Tiryaki enorm gesteigert. Deshalb kommt Steffen Söllner, bis zum Juni noch Kapitän des Verbandsliga-Konkurrenten VfR Aalen II, nur zu Kurz-Einsätzen. Dazu ein Mann wie Stefan Beez, der überall im Mittelfeld präsent ist und viele Bälle abräumt. Da tun sich fast alle Gegner schwer, zu einem kontrollierten Spielaufbau zu finden.
Trainer Schift hatte mir vier Mann geplant, dann ist Oliver Köhler kurfristig gewechselt. Der Dreikampf Serdal Kocak (7 Tore), Kevin Lehanka (4) und Dennis Ruiz-Maile (2) treibt alle drei wöchentlich zu guten Leistungen an. Mit 21 Toren liegt Hall statistisch nur im Mittelfeld, aber die gute Defensive ermöglichte viele knappe Siege.Wenn Hall in Führung ging, führte dies - bis auf das 1:2 gegen Ravensburg und das 2:2 gegen Bösingen - zu drei Punkten.
Jahrzehntelang Betreuer der Sportfreunde: Eugen Gronbach
"Eugen, kannst Du . . .?"
Am Rand der Haller Bank auf der Haller Auwiese - dort ist seit Jahrzehnten der feste Platz von Eugen Gronbach. Auch wenn er als Betreuer der Sportfreunde vor wenigen Wochen seine Aufgabe abgegeben hat, auf der Bank hat er weiterhin seinen Platz. "Es waren sehr schöne Zeiten", sagt der 74-Jährige rückblickend, "und ja, es war auch anstrengend." Das sei ihm erst jetzt bewusst geworden: "Man war schon abhängig und eingespannt, musste immer da sein."
Die Sportfreunde Hall feiern 100-Jähriges, mehr als die Hälfte dieser Zeitspanne ist Gronbach schon dabei, erlebte Hochs und Tiefs, fiebert noch immer mit. Früher habe man ihm das schon angemerkt, inzwischen sei er ruhiger geworden, meint er. Klar sei ab und zu mit dem Schiedsrichter diskutiert worden, "sicher hats auch mal eine Strafe gegeben, aber man merkt ja, dass es keinen Wert hat", winkt Gronbach ab.
Der Sportfreunde-Wimpel in blau und weiß hängt bei Gronbach daheim in Obersteinach an der Wohnzimmerwand. Daneben die Urkunde vom Aufstieg 1981 in die Oberliga - für Gronbach der Höhepunkt seiner Zeit auf der Auwiese. Aber wie kam er einst überhaupt zu den Sportfreunden nach Hall? Es muss 1956 oder 1957 gewesen sein, so genau wisse er das nicht mehr. Walter Hofmann aus Wolpertshausen habe in der ersten Mannschaft gespielt, "der ist damals mit dem Fahrrad nach Hall gefahren". Gronbach hatte bereits ein Auto, zusammen gings zu den Sportfreunden, er trainierte und spielte in der zweiten Mannschaft mit, wurde später stellvertretender Abteilungsleiter und wuchs so in die Rolle des Betreuers hinein.
"Eugen, kannst Du mal . . ." oder "Eugen, hasch Du mal . . .", so haben viele Bitten an ihn angefangen. Kopfschmerztablette, Pflaster, Getränke - Gronbachs Tasche war immer gut gefüllt, er kümmerte sich halt, hatte wenn nötig auch das Eisköfferchen bereit. Das stehe heute noch im Keller, sagt er schmunzelnd. Sich für andere einsetzen, das tat der ehemalige Mechaniker auch in seinem Beruf, er war 28 Jahre lang Betriebsrat bei Bausch + Ströbel in Ilshofen.
So sehr er seine Aufgabe als Betreuer ernst nahm, so streng war er auch - "das muss man sein", sagt der 74-Jährige bestimmt. Gronbach ist einer vom alten Schlag, wenn er was macht, dann richtig und genau, auf ihn ist Verlass.
Jedes Jahr kamen zwischen drei und sieben neue Spieler. Denen hat er seine Regeln gleich klar gemacht - "damit sie wissen wies läuft", raunzt er freundlich. Rauchen ist tabu, ebenso Alkohol in der Kabine. Gronbach hat einen Bußgeldkatalog entwickelt. Ihm gefällt es auch nicht, wenn die Spieler in ihren Strumpfstutzen rumlaufen, "das gibt kleine Löcher, dann gehen die schneller kaputt". Früher hatte er die Trikots noch in eine Wäscherei in der Gelbinger Gasse gebracht. Später hat seine Frau Isolde daheim die Trikots gewaschen, geordnet, zurechtgelegt.
Eugen Gronbach legt Wert auf Disziplin, kann auch mal laut werden. Doch hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern. Stolz zeigt er das blaue Trikot, das ihm die Spieler vor einigen Jahren geschenkt haben: "Danke Eugen über: 40 Jahre, 400 Spieler, 1600 Spiele", steht darauf. Das hat ihn gefreut, das blaue Shirt hält er in Ehren. Inzwischen sind es noch viel mehr Spiele. Und Gronbach bleibt den Sportfreunden weiter treu - außen auf der Haller Bank, dort ist sein Platz.
Haller Tagblatt vom 29.10.2012
90 Minuten mit . . .
Jonas Halder
Die Liste der besonderen Spiele des 20-Jährigen liest sich beeindruckend: Allein in der A-Jugend-Bundesliga beim VfB Stuttgart wurde Jona Halder 45 Mal eingesetzt, dabei ging es in vier Partien gegen den Nachwuchs des FC Bayern München. Im Juli 2011 wechselte der Ilshofener von der U19 des VfB Stuttgart zum VfR Aalen II in die Verbandsliga und von dort im Sommer diesen Jahres zu den Haller Sportfreunden.
Er ist zwar nur 1,66 Meter groß, aber der Rechtsfuß ist ein Kämpfer. So einen brauchen die Sportfreunde am Samstag auf dem tiefen Boden. Im Schneetreiben ist Halder zusammen mit Sven Blumenstock und Nico Sasso einer der Haller, der sich auch einmal in den kalten Dreck werfen und so eine Situation entschärfen. In der 3. Minute klärt Halder per Kopf im eigenen Strafraum. Auch danach ist er auf der rechten Außenbahn der Herr im Stadion Auwiese. Ab der 15. Minute findet er Gelegenheit, sich ins Angriffsspiel einzuschalten. Seine beste Offensivszene zeigt er in der 28. Minute: Halder tankt sich von der Mittellinie aus durch, schießt von der Strafraumgrenze und verpasst das Tor nur um Zentimeter. In der zweiten Hälfte bleibt der 20-Jährige präsent - wenn ihm auch die spektakulären Szenen abgehen. Aber er spielt solide und ohne große Fehler. Dadurch gibt er eine Empfehlung an seinen Trainer Thorsten Schift ab, der ihn gegen Böblingen zum ersten Mal von Anfang an spielen ließ. Was auch mit den Verletzungsausfällen anderer Abwehrspieler zu tun hat. Halder, der sich in Waldenburg zum Physiotherapeuten ausbilden lässt, lächelt nach der Partie: "Ich konnte zeigen, was ich kann."
Haller Tagblatt vom 10.09.2012
90 Minuten mit . . .
Karel Nowak
Keine Frage, Halls Nummer 1 befindet sich aktuell in herausragender Form. Zuletzt zeigte er gegen den VfL Kirchheim zwei starke Paraden. Gegen Gmünd pariert er erstmals in der 9. Minute, als er einen Flachschuss von Max Knödler entschärft. Doch vor allem sorgte er in der 22. Minute für ein erfreutes Raunen auf der Tribüne: Nach einer Ecke köpft ein Gmünder scharf aufs Tor, Nowak fliegt und dreht den Ball noch um den Pfosten - Szenenapplaus für Halls Keeper, der ansonsten in der ersten Hälfte wahlweise seine Vorderleute antreibt oder zusammenstaucht sowie den einen oder anderen Kommentar über die Schiedsrichterleistung von sich gibt. In der 51. Minute klärt er nach einer Ecke mit einer Faust, auch das ein Zeichen des Selbstvertrauens. Es gab Phasen in der vergangenen Saison, in denen er nicht so entschlossen zum Ball gegangen wäre. Mitte der zweiten Halbzeit spürt auch Nowak, dass seine Teamkollegen nah am Führungstor sind. "Mehr, Jungs, mehr!", lautet sein Anfeuerungsruf. Als fünf Minuten später Serdal Kocak zum ersten Mal trifft, kann auch Nowak befreit aufjubeln. Den Rest des Spiels verbringt er vergleichsweise ruhig. Nach dem 3:0-Erfolg in Neckarrems ist dies bereits sein zweiter Sieg ohne Gegentreffer in der noch jungen Verbandsliga-Saison.
Heilbronner Stimme / Sven Blumenstock
Fußball - Vor dieser Saison wechselte der Neuensteiner Sven Blumenstock vom Landesliga-Absteiger TSG Bretzfeld zum Verbandsligisten Sportfreunde Schwäbisch Hall. In der Vorbereitung war Blumenstock noch durch die Folgen eines Armbruchs gehandicapt. Nun hat er seine erste Verbandsliga-Partie absolviert. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, das habe ich jetzt live erlebt", sagte der Innenverteidiger im Gespräch mit Marc Schmerbeck.
Herr Blumenstock, haben Sie Ihre Verletzung vollständig auskuriert?
Sven Blumenstock: Auf jeden Fall ging es schneller als ich erwartet habe. Auch der Nerv im Arm ist wieder okay. Zeitweise konnte ich den Arm kaum bewegen. Jetzt ist alles wieder in Ordnung.
Wie haben Sie sich bei den Sportfreunden eingelebt?
Blumenstock: Die sind alle ziemlich locker drauf. Ich fühle mich wohl. Es ist wirklich nett dort. Das Training ist was ganz anderes als vorher, aber es macht Spaß.
Schwäbisch Hall ist mit einer Niederlage und einem Sieg in die Saison gestartet. Wie bewerten Sie den Auftakt?
Blumestock: Die Niederlage war unnötig. Aber da hat man gesehen, dass man in der Verbandsliga gleich bestraft wird, wenn man Fehler macht.
Wo sehen Sie den großen Unterschied zwischen Landesliga und Verbandsliga?
Blumenstock: In der Verbandsliga wird viel schneller gespielt. Auch ist die Taktik viel wichtiger. Und wie bereits gesagt, Fehler werden viel schneller ausgenutzt.
Wie waren Sie mit Ihrer Premiere zufrieden?
Blumenstock: Im Großen und Ganzen war es in Ordnung. Wenn es vielleicht auch noch einige Kleinigkeiten zu verbessern gibt.
Wie sehen Sie Ihre Chance auf einen Stammplatz?
Blumenstock: Alle Spieler sind bei uns gleichwertig. Deshalb muss ich jede Woche 100 Prozent geben. Dann wird man sehen. Aber das entscheidet natürlich der Trainer.
Welches sind die nächsten Gegner?
Blumenstock: Der VfL Kirchheim und Normannia Gmünd. Gegen die darf man nichts zulassen. Ich habe nun live erlebt, dass in der Verbandsliga jeder jeden schlagen kann. Es ist also alles möglich.





